Ziele setzen, aber richtig: Mit einem Gefühl wie Schülerzeitung!

Ziele setzen, aber richtig: Mit einem Gefühl wie Schülerzeitung!

Mit 14 wollte ich Journalistin werden. Frisch am BORG Mistelbach eingeschrieben war meine erste Frage: Wo kann man hier bei der Schülerzeitung mitmachen? Die Antwort war: Es gibt keine. Und ich dachte mir: Noch nicht! So setzte ich alle Hebel in Bewegung, mobilisierte begeisterte Mitstreiter, überzeugte meinen Klassenvorstand, bettelte im Direktorat um die Benutzung des schulweit einzigen Computers (der 1994 übrigens im letzten Kellereck des Chemie-Kammerls zwischen Pipetten und Gasflaschen versteckt war) und schnorrte beim Elternverein um Geld für Druckkostenzuschuss. Und schon ging es los!

 

Damals klebten wir noch Seitenzahlen

Die kleine Verena hatte sich das Schülerzeitungmachen aber irgendwie anders vorgestellt! Das Layoutieren mit Word war zum Haare raufen, deshalb wurden die Zeitenzahlen ausgeschnitten und aufgeklebt, Bilder wurden solange mit dem Kopierer zurechtgezoomt bis sie passten und aus der Not entwickelte ich das Turbo-Zehn-Finger-Blind-Maschineschreiben. Denn die Artikel kamen aus der Schülerschaft natürlich noch handgeschrieben. Und doch: Da war dieses Gefühl. Dieses Gefühl von Flow, von Freude, von Selbstverständlichkeit. Mit einer meiner besten Freundinnen (das sind wir heute noch) saßen wir bis 2 Uhr in der Früh in diesem Chemie-Kammerl und machten was getan werden musste. Dann verließen wir spätnachts wie Geheimagenten das Chemie-Kammerl im Erdgeschoss übers Fenster. Meine Mutter wartete bereits mit dem Auto, quasi fluchtbereit, denn der letzte Bus von Mistelbach nach Poysdorf war schon lange abgefahren.

 

Lieblingskategorie: Lehrerzitate

Nachdem das Erscheinungsdatum der Schülerzeitung angekündigt war gab es eben kein Zurück. Die Schülerzeitung hieß Klabauter. Und das Cover war auf orangefarbenen Papier – ganz bodenständig in Schwarzweiß-Druck. So sehr wir auch kämpften, fluchten und uns am Weg oft fragten, was wir uns da angetan hatten. Ans Aufgeben dachten wir nie! Denn so eine fertige Zeitung in Händen zu halten und zu sehen, wie am Verkaufstag alle die Köpfe zusammensteckten und schon gespannt auf die Rubrik der Lehrerzitate gierten und dann breite Grinser über die Gesichter zogen (naja vielleicht bei den Lehrern nicht immer). Das war schon cool! Und all die Mühen Wert. Die erste Auflage war oft in Kürze ausverkauft.

 

Das war der pure Flow!

Wenn ich mich heute zurück erinnere, dann nenne ich das den puren Flow. Das war ein Supergefühl. Angefangen von den Redaktionssitzungen, über die Interviews bis hin zum Seitenaufkleben und natürlich dem Verkaufstag. Heute sage ich immer noch, wenn ich diesen Flow spüre: Das ist ein „Gefühl wie Schülerzeitung“.

 

Das Coole war, was wir am Weg dorthin geworden sind!

Da gab es zwar mein persönliches großes Ziel Journalistin zu werden, das ja der Ursprung für all mein Tun war. Aber in dem Moment wo wir daran arbeiteten, gab es nur den Moment. Alles fühlte sich so easy und selbstverständlich an. Das Ganze hat einfach richtig Spaß gemacht. In dem Moment dachte ich nicht daran, Journalistin werden zu wollen. Denn ich war es ja bereits. Das Coole war einfach der Weg. Und das, was wir am Weg zum Ziel geworden sind. Die Schülerzeitung verantwortete ich 10 Ausgaben lang – bis zur Matura – und ich erinnere mich jedes Mal gerne an diese Zeit. Denn da habe ich das Feuer gespürt, das in mir schlummert und gesehen, was möglich ist.

 

Doch dann kam alles anders…

Nach Abschluss meiner Schulzeit passierte etwas: Die Realität hat mich eingeholt. Andere haben mir erklärt, was wie funktioniert, was man zu tun hat um erfolgreich zu sein und um zu werden was man glaubt werden zu müssen. Das wäre ja grundsätzlich in Ordnung. Die Crux an der Sache war: Ich habe es geglaubt.

 

Für 15 Jahre habe ich keinen Satz geschrieben

Und weil nach der Matura die Aufnahmeprüfung in eine Multimedia FH nicht geklappt hatte, habe ich Jus und BWL studiert. Ohne es wirklich zu bemerken, sind mein Feuer und meine Leidenschaft zum Schreiben immer kleiner geworden. Mit 18 habe ich den Griffel schließlich für 15 Jahre ganz aus der Hand gelegt und meinen Traum Journalistin zu werden immer mehr vergessen. Ich habe mehr und mehr ein Leben gelebt ohne Träume, ohne Visionen, ohne Seitenzahlen händisch aufzukleben und ohne 2 Uhr nachts aus einem Chemie-Kammerl zu springen. Zwar ist die Glut in mir nie ganz ausgegangen, doch nach 15 Jahren konnte ich mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wie sich etwas anfühlt etwas mit vollem Feuer zu tun. Ich hatte das „Gefühl von Schülerzeitung“ einfach vergessen.

 

Das Glück kam durch die absurde Hintertür

Doch ich hatte Glück. Für manche wird sich das was ich jetzt als Glück beschreibe absurd anhören. Aber so ist es! Ich wurde krank, hatte große gesundheitliche Probleme, Depressionen, sah keinen Sinn in meinem Leben mehr und hatte keinen Antrieb morgens aus dem Bett zu kriechen. Dann verlor ich meinen Job. Ich brauchte über ein Jahr um mich wieder hochzurappeln, startete dann in der Selbständigkeit und bekam auch hier wieder meine Watschen ab. Heute weiß ich warum.

 

Weil ich an meinen Traum nicht geglaubt habe

Mit 18 Jahren hatte ich den Griffel weggelegt. Den Traum vom Schreiben nach und nach begraben. Ich wollte ja nicht nur Journalistin werden, sondern schreiben was mich bewegt und womit ich andere inspirieren kann. Damals habe ich genau gespürt, was ich will und was sich gut anfühlt. Aber ich habe nicht darauf gehört und auch nicht daran geglaubt, dass es möglich ist diesen Traum zu leben. 15 Jahre später hat mir das Leben eine zweite Chance gegeben hat und mich wachgerüttelt. Es hat mir gezeigt, dass die Glut noch da ist und mir Schritt für Schritt die Türen aufgezeigt, wie ich die Flamme wieder entzünden kann. Es hat mir gezeigt: Da ist noch was!

 

Heut ist es wieder da: Das „Gefühl wie Schülerzeitung“

Heute weiß ich wieder, was es heißt die Glut anzuheizen und die Flamme voll zu entfachen. Dafür bin ich dem Leben dankbar. Dankbar für die Türen, die sich geöffnet haben. Und ich bin vor allem mir selbst dankbar, dass ich mich getraut habe, durch die Türen hindurchzugehen und die Chancen zu nutzen. Was ich heute wieder habe: Das ist dieses „Gefühl wie Schülerzeitung“. Und dabei ist es nicht das Ziel, sondern das was ich am Weg dorthin geworden bin und immer noch werde. Das ist es, was so wunderbar ist. Bei diesem „Gefühl wie Schülerzeitung“.

 

Ich bereue nichts! Und du?

In den letzten 4 Jahren habe ich vermutlich mehr gelernt, als in meinem ganzen Leben davor. Dennoch hat mich die Zeit davor auf das vorbereitet, was ich heute alles brauche. Ich sehe es nach wie vor als Geschenk und Privileg, meine Berufung nun leben zu dürfen – noch dazu mit einem „Gefühl wie Schülerzeitung“. Der Weg dorthin war gewiss nicht immer einfach, doch jede Träne und jeden Schweißtropfen wert. Und keine Sekunde bereue ich. Ich sehe es auch als Teil meines Weges, meine Erfahrungen zu teilen.

Genau deshalb möchte ich dich einladen, gemeinsam mit dir DEIN „Gefühl wie Schülerzeitung“ wieder zu entdecken und daraus deine Wünsche, Visionen und Ziele zu formulieren. Und dabei würde ich dich gern unterstützen.

Nenn‘ mich verrückt! Aber ich liebe es anderen dabei zuzusehen wie sie erfolgreich sind!

 

Was ist dein „Gefühl wie Schülerzeitung“?

Wenn du in diesem Jahr also voll durchstarten willst, dann freu ich mich, wenn du bei der Ziele-Challenge dabei bist! Und wir gemeinsam dein Feuer zum Lodern bringen.
Die Ziele-Challenge habe ich extra dafür gemacht, um in das neue Jahr mit positiver Energie und persönlichem Sinn starten zu können. Um herauszufinden, was du wirklich willst und wie du lernst deine Ziele richtig zu formulieren. Ich verrate dir dabei, welche 3 Punkte für eine erfolgreiche Umsetzung den Unterschied ausmachen und die dir sonst niemand verrät!

Ich freu mich, wenn du dabei bist!

Machen wir gemeinsam dein Jahr zum Erfolgsjahr! Wir starten am 11.1.2016! 

Alles Liebe, Verena