Ohne Weizen, mehr Veganz: Yes. Ve Gan!

Ohne Weizen, mehr Veganz: Yes. Ve Gan!

Lactose. Gluten. Histamin. Getreide. Fruktose. Unverträglichkeiten. Allergien. Ein Laster unserer Zeit. Jeder kennt es. Ob aus eigener Erfahrung oder zumindest aus Familie und Freundeskreis. Da vor einigen Jahren Lactose, Fruktose und gewisse Getreidearten bei mir als Allergieauslöser festgestellt wurden, musste ich mein komplettes Leben ändern – und zwar nachhaltig. Ich hatte neben meiner Lactose-Unverträglichkeit – die sich innerhalb von einer Minute in Form eines Ausschlags in meiner rechten Gesichtshälfte zeigte – plötzlich auch Allergien auf Nüsse und Vanille, wo plötzlich die Lippe oder ein Auge angeschwollen ist. Verrückt war das. Immer eine große Überraschung, wenn ich in einem Lokal etwas bestellte, mit welchen lustigen Ausschlägen oder Wülsten ich das Lokal verlassen würde. Ich wusste einfach nie was wo drin ist, da machte Essen gehen keinen Spaß mehr.

Veganz in Wien

Aber es war eine Frage der Zeit. Ich habe mich ein halbes Jahr sehr streng an eine ausgewogene Diät gehalten und der Darm hat sich erholt. Heute vertrage ich wieder alle Lebensmittel in kleinen Mengen. Meine Wahrnehmung wie ich auf bestimmte Lebensmittel reagiere ist viel feiner geworden und ich kenne sehr schnell und deutlich, was mir gut tut und was nicht. Wer einmal den Unterschied erlebt hat, welches Lebensgefühl man mit der richtigen Ernährung hat, will es auch beibehalten. Ich auch! Das ist der Grund, warum mir Lebensmittel und eine gesunde Ernährung so wichtig sind. Mit unserem Soulfood Blog möchten wir dafür ein breites Bewusstsein schaffen – und deshalb waren wir bei der Eröffnung der neuen Veganz Filiale in Wien Wieden.

Weizen macht dumm und krank

Wovon ein Großteil der Menschen betroffen ist, wenn man von Allergien oder Unverträglichkeiten spricht, sind vermutlich keine endgültigen Zustände, sondern eine momentane Feedback-Reaktion unseres Körpers, der aufzeigt, was gerade falsch läuft. Warum das Immunsystem ins Ungleichgewicht gerät? Ein Grund dafür könnte der Weizen sein. Weizen ist das Getreide, das am häufigsten verwendet wird. Deshalb wird es in großer Menge produziert. Um den Bedarf an Weizen decken zu können, wurden im Laufe der letzten 50 Jahre die Ertragsmengen erhöht, indem man den Weizen durch Züchtungen und Kreuzung resistenter gegen Umwelteinflüsse machte. Was daraus entstand, ist ein Weizen mit verändertem Glutengehalt und Glutenstruktur, der in dieser Form für den Menschen schwer verdaulich ist.  Aber nicht nur dass, denn gewisse Weizenproteine lösen sogar entzündliche Reaktionen in Verdauungstrakt, Leber, Haut, Herz, Schilddrüse, Gehirn und Gelenken aus und sind somit für den Körper sehr schädlich. Warum sich Weizenproteine in appettitanregende Wirkstoffe verwandeln und dadurch das entzündungsfördernde Eingeweidefett wachsen lassen, beschreibt der Artz William Davis in seinem Buch Weizenwampe – warum Weizen krank und dumm macht. Er bringt auch Beispiele, wie sich die Gesundheitszustände von Menschen gebessert haben, nur weil sie Weizen aus ihrer Ernährung gestrichen haben. 

Es muss nicht gleich glutenfrei sein!

Auch ich kann das unterschreiben. Mein Wohlbefinden hat sich um 100% gesteigert, seit dem ich Weizen weglasse. Viele denken vermutlich, das geht nicht. Überall isst man Brot. Zum Frühstück, zum Mittagessen, das Weckerl zwischendurch. Und am besten alles to go. Ich denke, dass es Zeit für ein neues Bewusstsein unserer Gesellschaft ist. Denn der Weizen ist nicht das einzige Thema, das unsere Gesellschaft krank macht. Aber das erste, das ich ersetzen würde. Oft ist es gar nicht notwendig, eine völlig glutenfreie Ernährung zu leben, denn das Hauptthema ist der erhöhte Glutengehalt im veränderten Weizen. Als Ersatz für Kohlehydrate verwenden wir für unser Soulfood deshalb Dinkel und Roggenmehl, Buchweizenmehl (das ist glutenfrei) und als Alternative zu Pasta sind wir auf Reisnudeln umgestiegen. Zum Frühstück gibt es Hafer- oder Hirseflocken. Wiedermal sei an dieser Stelle das warme Frühstück erwähnt, das für den Start in einen energiereichen Tag und eine gute Verdauung so wichtig ist! Ich werde einfach nicht müde, es zu wiederholen!

Veganz – die Pflanzenfresser auf der Wieden

Wer sich und seinen Körper liebt, gibt ihm nur das Beste! Aus diesem Grund waren wir gestern bei der Eröffnung der ersten Veganz-Filiale in Wien, wie könnte es anders sein, gleich bei mir ums Eck in der Margaretenstraße im vierten Bezirk. Veganz ist eine vegane Supermarktkette aus Berlin, mit der die Pflanzenfresser jetzt auch in Wien angekommen sind. Das Sortiment von 4.500 Produkten in den Bereichen vegan, bio, glutenfrei, sojafrei, zuckerfrei, lactosefrei, nussfrei, fruktosefrei – hat uns begeistert. Es ist nämlich – im Gegensatz zum Namen – nicht nur auf Veganer ausgerichtet, sondern vor allem für Menschen mit jeglichen Unverträglichkeiten geeignet. Veganz-Gründer Jan Bredack hat uns bestätigt, dass zwei Drittel wegen des gut sortierten Allergen-Sortiments zu Stammkunden werden. Grün. Sympathisch. Authentisch. Und als ehemalige Hoferianerin kann ich nur zur tollen Präsentation und Sortimentsbreite gratulieren. Neben einem ansprechenden Kühlregal mit frischen Salaten von deli bluem und yamm über die ausgefallensten Vegan-Kreationen, bis hin zur Nuss-Bar, vegan was das Herz begehrt. 

Yes. Ve Gan! Reis-Eis mit allem was du willst

Dass man sich sogar sein eigenes Eis zusammenstellen kann, das hat mich als Naschkatze besonders fasziniert. Dafür gibt es eine eigene Eisbar. Die Basis ist ein lactosefreies Reis-Eis. Die Zutaten kann man sich selbst auswählen, aus verschiedenen Früchten, Nüssen, Süßem und Ölen. Das kommt alles zusammen in einen Trichter, wo es mit einer Kurbel durchgedreht wird – rauskommt ein wow-kühlcremiges Softeis. Uns hats geschmeckt – und wir waren natürlich mutig.

Das war unsere Eiskombination:

– gefrorene Beerenmischung
– karamellisierte Walnüsse
– und ein Schuss Chiliöl

Das war ein verdammt scharfes Eis, sehr lecker!

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