Vom Megafon zur Buchweizen-Quiche

Vom Megafon zur Buchweizen-Quiche

Diese Woche steht ganz im Zeichen des Feedbacks. Und Freitag ist Soulfood Tag. Zeit zwei neue Geheimnisse zu lüften. Erstens meine persönlich härteste Geschichte aus der Zeit, als mir mein Körper mit Megaphon Feedback gab. Und zweitens, was daraus gefolgt ist – nämlich unter anderem diese neue Rezept-Inspiration für eine geniale Quiche – ganz abgestimmt auf meine heutige Ernährung, super lecker, gut verträglich und vor allem gesund.

Die Geschichte mit dem Megafon 

Es war bei der Hochzeit eines Freundes bei der ich es zum ersten Mal bemerkte: ein stechendes Augenbrennen. Zuerst dachte ich an eine beginnende Grippe. Aber das war es nicht, das Brennen in meinen Augen war hartnäckig. Bis dato war ich noch nie länger als 2 Wochen krank gewesen. Das änderte sich mit diesem Tag. Mein Gesamtzustand verschlechterte sich rapide. Mein Energielevel sank ab. Stimmungsschwankungen, Kurzatmigkeit, Schweißausbrüche, Hautausschläge, Entzündungen, Gewichtszunahme ließen einen totalen Breakdown vermuten. Ich war bei fünf verschiedenen Ärzten. Man konnte  nichts ungewöhnliches feststellen. Laut den Untersuchungsergebnissen war ich gesund. War es nur Einbildung? Oder war ich etwa verrückt? Denn dieser Zustand fesselte mich zwei Monate ans Bett. Ich kann es heute selbst kaum glauben. Erst Monate später entdeckte mein Bowen-Coach die Ursache  – es war ein Pilz, der mein Immunsystem völlig lahm gelegt hatte. Wow. Das waren Schock und Erleichterung zugleich. Ab diesem Zeitpunkt kannte ich meinen Gegner und kämpfte nicht mehr gegen unbezwingbare Windmühlen.

Für den Pilz änderte ich mein Leben

Das war der Moment in dem ich mein Leben komplett umkrempelte. In kleinen Schritten kämpfte ich mich Tag für Tag zurück ins Leben. Ernährung umstellen, Sport machen,  Dinge tun, die Spaß machen. Dies ist keine Geschichte, die ich in einen Absatz packen kann, denn es hat mich insgesamt 1,5 Jahre harte Arbeit, Disziplin und Ausdauer gekostet bis ich wieder hergestellt war. Und doch blicke ich zurück und bin dankbar für das lautstarke Feedback meines Körpers. Denn ohne diesen harten Einschnitt hätte ich vermutlich nie den Mut gefasst, mein Leben komplett zu ändern. Das Feedback meines Körpers zwang mich zum Handeln. Ich hatte Glück! Es war noch rechtzeitig. Jedoch gab es ein Thema, das noch offen war – mein Augenbrennen. Auch nach 1,5 Jahren kompletter Lebensumstellung war es noch jede Sekunde präsent. Es war ein medizinisches Rätsel. Aber ich gab  nicht auf und startete einen neuen Versuch mit Homöopathie. Das Ergebnis war verblüffend. Denn bei der kinesiologischen Austestung wurde als Ursache des Augenbrennens der Weizen entlarvt.

Des Übels Wurzel war der Weizen

Wieder einmal stelle ich meine Ernährung auf den Kopf und reduzierte Weizen auf Null. Was dann geschah, war unglaublich – das Augenbrennen verschwand nach einer Dauer von eineinhalb Jahren innerhalb von zwei Wochen. Fast zur Gänze. Sobald ich jedoch auch nur eine Winzigkeit mit Weizen aß, war es sofort wieder da. Mein Bowen-Coach sagte mir damals: Sie wollen etwas nicht sehen. Und sie hatte recht. Es war zu 80% der Weizen, aber da war noch etwas. Es war ein Umstand in meinem Leben, der mich unglücklich machte – und den ich nicht sehen wollte. Es war meine damalige Beziehung. Plötzlich fiel es mir sprichwörtlich wie Schuppen von den Augen. An dem Tag an dem ich diese Beziehung beendete, verabschiedete sich auch endgültig mein Augenbrennen. Ob ich dennoch wieder Weizen esse? Nein. Nur in Ausnahmefällen, wenn ich zwei Mal im Jahr Lust auf Pizza habe oder eingeladen bin und höflich sein möchte. Aber sonst – Nein. Kein Brot, kein Gebäck, keine Süßigkeiten. Ersatzlos gestrichen. Mein Körper hat mir Feedback gegeben und ja ich habe gelernt darauf zu hören. Eineinhalb Jahre ein Gefühl des Wahnsinns in sich zu tragen ist Megafon genug. Es spielen oft viele Aspekte des Lebens zusammen und man sollte lernen, genau hinzuhören wenn etwas zwickt. Aber jede Form des Feedbacks das unser Körper gibt hat einen ganz bestimmten Grund. Im Hals, wenn ich etwas runter schlucke, im Magen, wenn ich etwas nicht verdauen kann und bei den Augen, wenn ich etwas nicht sehen will. Für mich war es eine harte Lehre, und doch eine so wichtige.

Deshalb bin ich heute glücklich mit Buchweizen-Quiche

Es hat auch seine gute Seite. Aufgrund meiner eigenen Leidensgeschichte habe ich mir zwangsläufig soviel Wissen über Lebensmittel und gesunde Ernährung angeeignet, dass es schade wäre dieses Wissen nicht zu teilen. Weil man damit echt leckere Sachen kochen kann. Man glaubt gar nicht, wie kreativ man wird und was man alles ausprobiert, wenn einem die erlaubte Speisekarte plötzlich nur noch so karg erscheint. So habe ich gelernt, neue Dinge zu testen, herauszufinden was meinem Körper gut tut – und das beste daran ist das Ergebnis. Mittlerweile kann ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Ich lebe diese Ernährung nicht nur weil ich muss, sondern weil es mir schmeckt und ich mich auch viel besser dadurch fühle. So ergibt sich wie von selbst, dass ich mein Gewicht halte und dass ich fit und glücklich bin. Wenn man den Unterschied einmal kennt, will man diese hohe Lebensqualität nie wieder missen! 

Nächste Woche wird noch ein Geheimnis gelüftet

In diesem Sinne – gleich ein Rezept für eine leckere Buchweizen-Spinat-Lachs-Quiche. Wow – war die lecker! Nächste Woche verrate ich noch ein kleines Geheimnis! Und zwar wer sich in Wahrheit hinter all den genialen Rezepten verbirgt – denn Kochen ist ehrlich gesagt nicht meine Kernkompetenz, das überlasse ich gern den Profis. Wie es so schön in meinem kommenden Buch heißt – Erfolg ist eben ein Team Sport! Ich kann ja nicht alles alleine machen 🙂

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Buchweizen- Quiche mit Spinat und Lachs

Zutaten: Spinat-Zwutschgerl, 300 g Lachsfilet, Oliven, Jungzwiebel, Milch oder Hafermilch, Schafkäse, 4 Eier, Buchweizen oder Dinkelmehl, Salz, Pfeffer, Butter, Jungzwiebel, Kräuter nach Geschmack, Knoblauch und eine Zitrone. Für Feinschmecker: Pinienkerne

Vorbereitung der Quiche-Füllung

Oliven entkernen und klein schneiden, ebenso 2 Stangen ganze Jungzwiebel in Ringe schneiden, Kräuter vorbereiten – am besten schmeckt frische Petersilie, Knoblauch klein schneiden oder pressen, den Spinat rechtzeitig auftauen und ordentlich ausdrücken – sonst wird das ganze ein ziemlicher Saft!
Den Lachs in kleine Würfel schneiden, etwas salzen und Pfeffern und mit Zitronensaft beträufeln.
Wenn das alles fertig ist, gleich mal das Backrohr bei Umluft auf 180 Grad vorheizen, während wir die Quiche vorbereiten. Die Exklusiv-Variante mit Pinienkernen: diese vorher anrösten, damit das Aroma besser zur Geltung kommt!

Die Teigmasse

Die 4 Eier mit einem 1/8 Liter Milch oder Hafermilch verrühren und mit 3 Esslöffel Mehl – Dinkel oder Buchweizen vermengen. Zu dieser Masse geben wir Salz, Pfeffer,  Knoblauch, Kräuter nach Geschmack zB acht Kräuter Mischung oder frische Petersilie. Wir haben die Quiche in einer Porzellanpfanne gemacht. Also Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und ordentlich Butter zum Schmelzen bringen, damit dann der Teig nicht anklebt. Zuerst die Hälfte der Teigmasse in die Pfanne leeren und ca eine Minute stocken lassen.  Dann alle vorbereiteten Zutaten schön gleichmäßig auf der gestockten Masse verteilen: Spinat, Lachsstücke, Oliven, Jungzwiebel und die Pinienkerne. Dann den zweiten Teil der Masse gleichmäßig darüber gießen und die Zutaten  etwas runter drücken, damit sie alle halbwegs bedeckt sind. Jetzt noch die Schafkäsestücke drüber streuen – und ab ins Rohr – für ca 25 Minuten bei 180 Grad Heißluft. Die Pfanne hält das aus.

Dazu passt besonders gut ein Bio-Blatt-Salat. Wir haben diesen mit einem selbstgemachten Senf-Rotwein-Essig-Marillenchutney-Dressing mariniert. Alles in allem war es ein Gedicht. Lasst es euch schmecken!