Wir sind die besseren Phat Thais!

Wir sind die besseren Phat Thais!

Endlich. Der Sommer kommt. Und da lieben wir ganz besonders frische, leichte Speisen. Etwas, das uns vorige Woche ins Auge und in den Magen gesprungen ist – war ein Original Phat Thai Gericht im sehr authentischen Bangkok, in der Joanelligasse im 6. Wiener Gemeindebezirk. So einfach das Gericht auch klingt, so genial ist es in seiner Zubereitung und löste wahrlich eine Geschmacksexplosion beim Team Haase aus. Vorweg – wer es nicht kennt – es ist eine herrliche Kombination aus Reisnudeln, gespickt mit reichlich Gemüse, raffinierten Gewürzen und diesem thailändischen Hauch von Würze -aus Süße, Säure und Schärfe. Einfach ein Gedicht.

Essen und Mensch im Einklang im Bangkok

Ganz nebenbei erwähnt, dieses Lokal bekommt von uns volle 10 Soulfood Punkte, da nicht nur das Essen himmlisch war, sondern auch das Service herzlich, freundlich und beim Abgang wurden wir von einer Armada strahlender Menschen im Spalier verabschiedet. Essen und Atmospähre und der Glücksfaktor der Mitarbeiter ergaben ein rundes Stimmungsbild mit absolutem Wohlfühlfaktor.

HAASE will es noch besser!

Wir hatten natürlich nichts bessers zu tun als unser neues Lieblingsgericht gleich nachzukochen. So gings Tags drauf zum Naschmarkt und Chefkoch HAASE hat seinen investigativen Spürsinn ausgepackt, alle Zutaten herausgefiltert und – ich würde mal ungeniert behaupten –  in noch elegantere – HAASEN-Manier gebracht. Das Ergebnis konnte sich schmecken lassen – aber HALLO!

Unser neues Lieblings-Sommer-Gericht: Phat Thai

Ich will Euch nun nicht länger auf die Folter spannen. Denn wir haben mit diesem Gericht vermutlich eines unserer neuen Lieblingsgerichte gefunden, was diesen Sommer des öfteren die Herdplatte passieren wird. Und es ist wieder einmal Soulfood auf höchster Stufe: viel Gemüse, gutes aber wenig Fett, glutenfrei, Kohlehydrate im Maße durch die Reisnudeln, Erdnussfaktor (Obacht für Allergiker), es enthält unser Lieblings-Kraut Koriander und Eweiß mit dem Eier-Touch, gewürzt mit der herrlichsten Kombination ever – Fischsoße – Limette – Sambal Ölek. Was will man mehr. Wer überraschen, auftrumpfen und vor allem sich selbst glücklich machen will – trifft mit diesem Gericht absolut ins Schwarze. Anbei eine genaue Anleitung, zum Nachkochen, und eine Bildergalerie mit Impressionen vom Original – Gericht im Bangkok und wie es bei uns ausgesehen hat – das findet ihr natürlich am Titelbild. Wie gesagt, unseres hat einfach den Tick besser geschmeckt. Wir können nichts dafür, dass wir die besseren Thais sind. In diesem Sinne – viel Spaß beim Nachkochen und ein wundervolles sonniges Wochenende!

Soulfood Rezept Phat Thai a la HAASE

für 2 Personen

Zutaten:  2 Eier, 2 Baby Pak Choi, 4 Karotten, 3 Jungzwiebel, Zuckererbsen, Fischsoße, Limette, Salz, Sambal Ölek, 120 g Reisbandnudeln, Agavendicksaft, geröstete Erdnüsse oder selbst rösten, frischen Koriander, eine Zitrone zwecks Deko, wer zur vegetarischen Variante Fleisch will – Hühnerfleisch

1. Erdnüsse rösten: Wer nicht die fertig gerösteten Erdnüsse mag, kann dies selbst tun. Wir haben einen Kilo Sack vom China-Markt und machen das selbst in der Pfanne. Vorher die Erdnüsse klein hacken, Pfanne erhitzen und mit ein wenig Salz, Öl und Agavendicksaft anrösten. Aber aufpassen – das brennt recht schnell an – und wenn man es nicht lange genug macht – dann sind die Nüsse noch nicht knackig genug. Ist also eine kleine Gratwanderung den richtigen Röstgrad bei optimaler Hitze zu finden. Schmeckt aber selbstgemacht nochmal den Tick besser. Und gerade Erdnüsse sind in der Thai-Küche ein ganz wichtiger Bestandteil. Also Nüsse anrösten – und dann aus der Pfanne geben – die können wir gleich voll erhitzen und für das Gemüse verwenden.

2. Gemüse vorbereiten und klein schneiden. Baby Pak Choi waschen und teilen, bei der Größe ist es nicht notwendig die Blätter zu schneiden, bei einem großen Pak Choi besser noch 3 mal durchschneiden. Karotten in feine Streifen schneiden – also auf die asiatische Art – ca 3 mm dick und 5 cm lang. Jungzwiebel ebenfalls schneiden in 5 mm breite Ringe – von der Zwiebel bis zum grünen Stiel kommt alles rein. Dann die Zuckererbsen – auch da wirkt ein feiner Schnitt besonders ansprechend, wenn man die Zuckererbsen der Länge nach in 3 mm breite Stücke schneidet – mit einem schrägen Ansatz. Klingt kompliziert? Nein gar nicht. Am Ende des Artikels findet ihr ein Foto, was ich mit dem eleganten Schrägschnitt meine.

3. Reisbandnudeln: 120 g  Reisbandnudeln mit heißem Wasser übergießen und 4 Minuten ziehen lassen – nicht länger; sonst werden sie weich gekocht. Wir machen das immer mit dem Wasserkocher und bereiten das nebenbei vor. Aufs rechtzeitige Absieben nicht vergessen! Reisbandnudeln gibt es auch schon beim Billa – oder in jedem China-Shop – und da meist in 20 verschiedenen Breiten – wie gesagt, für dieses Gericht empfehlen sich die Breite von 3 bis 8 mm – Daumen mal Pi.

4. Gemüse braten:  Sobald Nüsse angeröstet sind, aus der Pfanne rausnehmen – Pfanne voll erhitzen und dann das ganze Gemüse rein und scharf anbraten:  Pak Choi, Karotten, Jungzwiebel, Zuckerschoten – alles fein geschnitten. Alles mit Fischsoße und Agavendicksaft würzen. Das Gemüse ist so fein geschnitten, das braucht nicht besonders lange. Anschließend gleich die Reisnudeln in der Pfanne untermischen, aber nicht mehr lange in der heißen Pfanne mitkochen, da sie sich sonst auflösen – das ist zu heiß. Der Saft einer frischen Limette bringt die nötige Säure. Frischen Koriander dazugeben, am Schluss die Erdnüsse drüber streuen, alles nochmal gut vermischen. je nach Geschmack kann man nochmal nachwürzen mit Fischsoße, Agavendicksaft oder anderem Süßungsmittel und Limette. Original ist es mit Sojasprossen, aber uns hat es so besser geschmeckt – weil für die perfekte original Zubereitung mit Sojasprossen braucht man wirklich eine sehr starke Hitze in der Pfanne – und eine offene Feuerstelle haben wir nicht.

5. Das wichtigste am Schluss: das Ei.  Was das besondere am klassischen Phat Thai ausmacht, ist das Ei. Eine schnelle Eierspeis in einer anderen Pfanne zubereiten, zwei Eier aufschlagen – aber gerade so lange lassen, bis es stockt und es ganz am Schluss in der Pfanne mit den anderen Leckerein untermischen.

6. Die Fleischvariante mit Hühnerfleisch. Wem das nicht genug ist, kann ein Stück Hühnerbrust oder auch einen anderen Teil vom Hendl in kleine Stücke schneiden, und entweder schon vorher als erstes in der Pfanne anrösten und dann mit dem Gemüse braten oder auch parallel dazu anbraten und am Schluss zum Gericht dazu geben, um ein vegetarisches und Fleischgericht zu erhalten – für die gemischten Vegetarier/Fleisch-Haushalte von Vorteil.

7. Das Beste an diesem Gericht: 7 Minuten. Wir haben es gestoppt und ja – Chefkoch HAASE ist verdammt schnell. Aber mit ein bisschen Übung schafft das jeder. Also anvisierte Höchstdauer für Anfänger von diesem Gaumenschmaus: 15 Minuten. Was will man mehr?! Mahlzeit.

Team Haase wünscht gutes Gelingen!